#Leistungsschutzrecht: Ob Blogger noch verlinken dürfen ist die falsche Debatte

11Mrz12

Mir geht die Diskussion gerade etwas in die falsche Richtung. Ganz klar: Wenn Blogger für Links zahlen müssten, müsste links oben im Browser „DAUERWERBESENDUNG“ eingeblendet werden. Denn es würde damit die Aussage getroffen, dass die Wo-Gibt-Es-Was-Zu-Sehen-Information schutzfähig ist. Bei dieser Aussage, würden aber selbst die treffenden Vergleiche zu Aggregatoren wie den ‚Gelben Seiten‘ noch viel zu kurz kommen. Einen Blick ins Feullieton wirft der NDR, WDR, SWR für die Hörer regelmäßig. Das kommt dem Blog sehr nahe. Wenn dort von einer überzeugenden Kritik am neuen Roland Polanski im Kulturteil der Zeit auf Seite 2^8 geschwärmt wird, ist das doch nichts anderes als ein Link. Sollte der Rundfunk dafür zahlen? Noppe!

Wenn der Blogger nicht zahlen muss, sind die Aggregatoren dann egal?

Wenn es um’s Leistungsschutzrecht geht, versteift sich die Empörung der Netzgemeinde mittlerweile darauf, dass dadurch der Blog betroffen sein wird (
Streit um Leistungsschutzrecht: „Dürfen Profi-Blogger noch zitieren?“
). Was aber – und das ist wahrscheinlich – wenn nicht der Blog, dafür aber die Aggregatoren wie Google News und vor allem auch kleinere wie Rivva? Alles deutet darauf hin. Wenn der Blogger nicht zahlen muss, sind die Aggregatoren dann egal?

Den Schmieden des Leistungsschutzrechtes geht es nur um die Aggregatoren. Christoph Keese schreibt:

„Snippets sind keine Zitate. Sie sind in kein eigenes Werk eingebettet. Das ist schlechterdings auch nicht möglich, denn die Snippets werden ja von Maschinen zusammen gestellt.“
(Presseschauder – Antwort auf ersten Kommentar)

Es ging ihnen um die Snippets und es geht ihnen noch immer um die Snippets. Also geht es ihnen doch um die Aggregatoren. Blogger brauchen die Snippets nicht, nutzen die nicht.

Das darf nicht sein, gerade weil die Vergleiche mit weltlichen Aggregatoren wie Fernsehzeitungen und den ‚Gelben Seiten‘ vollkommen ins Schwarze treffen, ist die Beteiligung der Verlage an den Gewinnen der Aggregatoren ebenfalls unrecht. Es ist eine ungerechtfertigte Subvention.

In anderen Blogs zum Thema:
Der JakBlog hat nicht ganz unrecht, wenn er davon spricht, dass uns das #lsr tief zurück in die 80er schießt. Und Misoskop schreibt „Im Internet Geld verdienen ist schwer. Leichter ist, anderen ihr Geld wegzunehmen“.

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