Aggregatoren (9) – Five twenty: Post-Hektik-Ära hat begonnen.

21Aug11

Laut einer Studie wird der Mensch durch Google und Wikipedia dümmer. Das externe Gedächtnis. Andere treiben die Entgrenzungs-Sau durch’s Dorf.

Es gibt die sogenannte „soziale Entgrenzung“, bedeutet im Kern, dass im Internet soziale Grenzen schneller und leichter überschritten werden als im echten Leben. (Daniel Rehn)

Internetzensur führt zu gewaltsameren Aufständen und überhaupt ist das Internet der Grund für heftigere Terroranschläge weltweit.

Wirklich? Auf jeden Fall ist die Informationsfülle Fluch und Segen. Die Vorzüge durch Mails, Handy und Twitter in allen erdenklichen Ehren: Manchmal ist es derer zuviel. Mitunter beschleicht einen vor allem der Eindruck, mit dem Lesen von Nachrichten im Internet nicht hinterherkommen zu können – was sehr schade ist, war die Zeitung doch mal ein Ort der Reflexion. Da kommt Five twenty ins Spiel. Five twenty durchsucht sämtliche Onlineportale großer deutscher Zeitungen, von Bild bis Zeit, ordnet die Artikel nach Tageswichtigkeit und setzt sie – wie in der klassischen Zeitung – in Ausgaben zusammen. Um 5:20 erscheint die Frühausgabe, um 17:20 die Spätausgabe. Artikel lassen sich so am gesamten Tag wiederfinden. Das nichtendende Update an Newszapfsäulen entfällt also. Auf die Arbeit, auf den Tag konzentrieren ist wieder angesagt und zu ruhiger Stund auf Five twenty surfen und lesen was bewegte. Gelesen wird auf der Quelle selbst, für einen besseren Überblick gibt es eine Zeitungsansicht mit Textsnippets und Bilder.

Es gibt eine Mixerfunktion, um Intensität von Themen und Quellen einzustellen. Basic Thinking schreibt:

Wenn man etwa die FAZ nur wegen des Wirtschaftsteils lesen möchte, kann man alle anderen Ressort darin ausschalten.

Natürlich: Für den Zweck, zu jeder Tag- und Nachtzeit vollkommen up-to-date zu sein, ist Five twenty nicht geeignet: Eher für den Frühstückstisch, die Mittagspause und den wohlverdienten Feierabend. Oder auch im urlaub Vielleicht. Interessant könnte unter dem Aspekt auch die mobile App sein. Das veröffentlichte Video sieht sehr nach iOS aus. Man könnte sich streiten, ob das Sinn macht, würden doch viele Android-User enttäuscht. Andererseits ist nach dem Tot von HP’s WebOS und der Springer Studie das iPad als Tablet weiter ins Zentrum für digitale Printinhalte gerückt.

Dass die Five twenty Umgebung verlassen werden muss, um die Inhalte zu lesen, ist ein großes Manko. Auch scheint die Klassifizierung in Rubriken nicht perfekt zu funktionieren. Auch schaffen es viele sehr ähnliche Artikel in Früh- und Spätausgabe. Das wäre ein Zusammenfassung in Gruppen eine sinnvolle Sache. Mir fehlen auch noch Blogs und regionale Blätter.

Alles in allem ein wunderbare Sache. 700 Zugänge zum Alphatest stellt Five twenty zur Verfügung, dir Ihr Euch hier einrichten könnt.

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